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Massimo Carlotto
Arrivederci amore, ciao
Der Kadaver des Alligators trieb im Wasser, den Bauch nach oben gekehrt. Man hatte ihn abgeschossen, weil er dem Lager allmählich zu nah gekommen war und niemand einen Arm oder ein Bein riskieren wollte. Der süßliche Geruch der Verwesung mischte sich mit dem des Dschungels. Die erste Hütte stand rund hundert Meter von der Stelle am Ufer entfernt. Der Italiener plauderte gelassen mit Huberto. Er bemerkte meine Anwesenheit. Er drehte sich um und lächelte mich an. Ich zwinkerte ihm zu, und er redete weiter. Ich trat hinter ihn, atmete tief ein und schoss ihm in das Genick. Er fiel ins Gras. Wir packten ihn an Armen und Beinen und warfen ihn neben den Alligator. Das Tier bauchoben, er bauchunter. Das Wasser stand derart zäh und reglos, dass Blut und Hirnfetzen sich kaum mehr als über die Größe einer Untertasse ausbreiten konnten. Huberto nahm mir die Pistole ab, steckte sie sich in den Hosenbund und schickte mich mit einem Nicken zurück ins Lager. Ich gehorchte, obwohl ich lieber noch eine Weile den Körper im Wasser betrachtet hätte. Ich hätte nicht gedacht, dass es so leicht ist. Ich hatte den Lauf auf seine blonden Haare gerichtet, ohne den Kopf zu berühren, damit er sich nicht umdrehte und ich ihm nicht in die Augen sehen musste, dann hatte ich abgedrückt. Der kurze, trockene Knall hatte die Vögel verscheucht. Es hatte einen leichten Rückschlag gegeben, aus dem Augenwinkel hatte ich gesehen, wie das Magazin der Halbautomatik die nächste Kugel lud. Eigentlich war mein Blick auf seinen Hinterkopf konzentriert. Ein rotes Einschussloch. Perfekt. |